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Wilde Möhre auf holländisch

Kann Gemüse politisch sein? 

Ich dachte nicht, bis ich erfahren habe, dass unsere orangen Karotten nur diese Farbe aufgrund der Holländern tragen. 

Kein Scherz! Ich war auch überrascht, aber die Urform der Karotte war weiß und wurde von den Holländern zu Ehren Ihres Herrschers Wilhelm von Oranien in dessen Landesflaggenfarbe gezüchtet. Gräbt man heute eine wilde Möhre, also die Urform der Karotte, aus, so findet man eine sehr lange, weiße Pfahlwurzel mit intensivsten Geschmack. 

Politik beiseite. Wir konzentrieren uns mal wieder auf die unkultivierte Form der Karotte. Die wilde Möhre ist jetzt im Frühherbst noch überall zu sehen, wo die Wiesen nicht unnötig abgemäht wurden. Ihre weißen Doldenblüten leuchten von weitem in der Herbstsonne und ihre vogenestartigen Samenstände wippen leicht im Wind. Das sind auch schon die ersten Erkennungsmerkmale der wilden Möhre, denn beim Bestimmen sollte man sich sehr sicher gehen. Die wilde Möhre gehört zur Familie der Doldenblütler und darunter fallen einige giftige Vertreter, die nicht immer leicht voneinander zu unterscheiden sind.

Zwei Erkennungsmerkmale machen die wilde Möhre leicht bestimmbar. Die meisten (nicht alle) Blütenstände haben eine schwarze EInzelblüte inmitten der weißen Blütendolde. Diese wirkt, durch Vortäuschung eines Insekts, anziehen auf andere Insekten, die für die Bestäubung der Pflanze wichtig sind. Insekten sind also irgendwie wie wir, denn wo würden wir uns eher reinsetzen? In das leere Café oder das Café nebenan, indem schon einige Gäste genüsslich ihren Kaffee genießen.

Auch die Hüllblätter, also die grünen Blätter unterhalb der Blüte, sind auffällig groß bzw. im Verhältnis zur Blüte ungewöhnlich lang. Mit dem rauen Stängel und den karottengrün ähnlichen Blättern, ist die wilde Möhre also gut zu bestimmen.

Erkennungsmerkmale der wilden Möhre:

- weiße Doldenblüte mit meistens einer schwarzen Einzelblüte in der Mitte

- behaarter, rauer Stängel

- zusammengezogenen Fruchtstände (vogelnestartig)

- Hüllblätter sehr lang im Verhältnis zur Blüte

- Blätter im Umriss spitz dreieckig

Nicht nur die Wurzel der wilden Möhre ist essbar, auch die Blüten und die Samen können kulinarisch genutzt werden. Blüten und Samen lassen sich leicht abzupfen, die Wurzel ist etwas schwerer zu ernten. Diese reicht sehr weit ins Erdreich hinunter und da müsste schon ein Spaten eingesetzt werden. Die wilde Möhre ist eine zweijährige Pflanze und das bedeutet, dass sie ihre Wurzel im ersten Jahr ausbildet und diese auch im ersten Jahr geerntet werden sollte. Seht ihr die Blüten der wilden Möhre, dann befindet sie sich schon in ihrem zweiten Lebensjahr. Schaut euch einfach um und ihr werdet mit Sicherheit daneben das Karottengrün im ersten Stadium finden.

Ganz wichtig zu erwähnen ist allerdings, dass wir in Deutschland nicht einfach so Wurzeln von Wildpflanzen ernten dürfen. Entweder ihr habt die wilde Möhre auf eurem eigenen Grund oder ihr müsste den Besitzer dessen um Erlaubnis bitten. Wie immer ist hier auch wichtig, dass wir nachhaltig ernten und mit unserem Sammeln nicht den Bestand der Pflanze gefährden. 

Sollten ihr also eure Hände an wilde Möhrenwurzel bekommen, dann erwartet euch ein intensiver und süßlicher Karottengeschmack. Diese könnt ihr roh essen, kurz anbraten, panieren, zu Suppe oder zu Gemüsechips verarbeiten oder auch fermentieren. Apropos Fermentieren! Die Blüten und Früchte der wilden Möhre eignen sich auch super als Beigabe zu fermentierten Karotten. Geschmacklich erinnern Blüten und Früchte an Petersiliengrün.

Die hübschen Blätter sind natürlich auch essbar und eignen sich durch ihr zartes Aussehen wunderbar für Dekoration auf dem Teller oder Suppen. Die Blätter würde ich aber eher im Frühling ernten. Im Herbst stellt uns die wilde Möhre ja schon genug andere Köstlichkeiten zur Verfügung.


Thema: Wildkräuter

Wilde Möhre auf holländisch

Kann Gemüse politisch sein? 

Ich dachte nicht, bis ich erfahren habe, dass unsere orangen Karotten nur diese Farbe aufgrund der Holländern tragen. 

Kein Scherz! Ich war auch überrascht, aber die Urform der Karotte war weiß und wurde von den Holländern zu Ehren Ihres Herrschers Wilhelm von Oranien in dessen Landesflaggenfarbe gezüchtet. Gräbt man heute eine wilde Möhre, also die Urform der Karotte, aus, so findet man eine sehr lange, weiße Pfahlwurzel mit intensivsten Geschmack. 

Politik beiseite. Wir konzentrieren uns mal wieder auf die unkultivierte Form der Karotte. Die wilde Möhre ist jetzt im Frühherbst noch überall zu sehen, wo die Wiesen nicht unnötig abgemäht wurden. Ihre weißen Doldenblüten leuchten von weitem in der Herbstsonne und ihre vogenestartigen Samenstände wippen leicht im Wind. Das sind auch schon die ersten Erkennungsmerkmale der wilden Möhre, denn beim Bestimmen sollte man sich sehr sicher gehen. Die wilde Möhre gehört zur Familie der Doldenblütler und darunter fallen einige giftige Vertreter, die nicht immer leicht voneinander zu unterscheiden sind.

Zwei Erkennungsmerkmale machen die wilde Möhre leicht bestimmbar. Die meisten (nicht alle) Blütenstände haben eine schwarze EInzelblüte inmitten der weißen Blütendolde. Diese wirkt, durch Vortäuschung eines Insekts, anziehen auf andere Insekten, die für die Bestäubung der Pflanze wichtig sind. Insekten sind also irgendwie wie wir, denn wo würden wir uns eher reinsetzen? In das leere Café oder das Café nebenan, indem schon einige Gäste genüsslich ihren Kaffee genießen.

Auch die Hüllblätter, also die grünen Blätter unterhalb der Blüte, sind auffällig groß bzw. im Verhältnis zur Blüte ungewöhnlich lang. Mit dem rauen Stängel und den karottengrün ähnlichen Blättern, ist die wilde Möhre also gut zu bestimmen.

Erkennungsmerkmale der wilden Möhre:

- weiße Doldenblüte mit meistens einer schwarzen Einzelblüte in der Mitte

- behaarter, rauer Stängel

- zusammengezogenen Fruchtstände (vogelnestartig)

- Hüllblätter sehr lang im Verhältnis zur Blüte

- Blätter im Umriss spitz dreieckig

Nicht nur die Wurzel der wilden Möhre ist essbar, auch die Blüten und die Samen können kulinarisch genutzt werden. Blüten und Samen lassen sich leicht abzupfen, die Wurzel ist etwas schwerer zu ernten. Diese reicht sehr weit ins Erdreich hinunter und da müsste schon ein Spaten eingesetzt werden. Die wilde Möhre ist eine zweijährige Pflanze und das bedeutet, dass sie ihre Wurzel im ersten Jahr ausbildet und diese auch im ersten Jahr geerntet werden sollte. Seht ihr die Blüten der wilden Möhre, dann befindet sie sich schon in ihrem zweiten Lebensjahr. Schaut euch einfach um und ihr werdet mit Sicherheit daneben das Karottengrün im ersten Stadium finden.

Ganz wichtig zu erwähnen ist allerdings, dass wir in Deutschland nicht einfach so Wurzeln von Wildpflanzen ernten dürfen. Entweder ihr habt die wilde Möhre auf eurem eigenen Grund oder ihr müsste den Besitzer dessen um Erlaubnis bitten. Wie immer ist hier auch wichtig, dass wir nachhaltig ernten und mit unserem Sammeln nicht den Bestand der Pflanze gefährden. 

Sollten ihr also eure Hände an wilde Möhrenwurzel bekommen, dann erwartet euch ein intensiver und süßlicher Karottengeschmack. Diese könnt ihr roh essen, kurz anbraten, panieren, zu Suppe oder zu Gemüsechips verarbeiten oder auch fermentieren. Apropos Fermentieren! Die Blüten und Früchte der wilden Möhre eignen sich auch super als Beigabe zu fermentierten Karotten. Geschmacklich erinnern Blüten und Früchte an Petersiliengrün.

Die hübschen Blätter sind natürlich auch essbar und eignen sich durch ihr zartes Aussehen wunderbar für Dekoration auf dem Teller oder Suppen. Die Blätter würde ich aber eher im Frühling ernten. Im Herbst stellt uns die wilde Möhre ja schon genug andere Köstlichkeiten zur Verfügung.


Thema: Wildkräuter

Wilde Möhre auf holländisch

Kann Gemüse politisch sein? 

Ich dachte nicht, bis ich erfahren habe, dass unsere orangen Karotten nur diese Farbe aufgrund der Holländern tragen. 

Kein Scherz! Ich war auch überrascht, aber die Urform der Karotte war weiß und wurde von den Holländern zu Ehren Ihres Herrschers Wilhelm von Oranien in dessen Landesflaggenfarbe gezüchtet. Gräbt man heute eine wilde Möhre, also die Urform der Karotte, aus, so findet man eine sehr lange, weiße Pfahlwurzel mit intensivsten Geschmack. 

Politik beiseite. Wir konzentrieren uns mal wieder auf die unkultivierte Form der Karotte. Die wilde Möhre ist jetzt im Frühherbst noch überall zu sehen, wo die Wiesen nicht unnötig abgemäht wurden. Ihre weißen Doldenblüten leuchten von weitem in der Herbstsonne und ihre vogenestartigen Samenstände wippen leicht im Wind. Das sind auch schon die ersten Erkennungsmerkmale der wilden Möhre, denn beim Bestimmen sollte man sich sehr sicher gehen. Die wilde Möhre gehört zur Familie der Doldenblütler und darunter fallen einige giftige Vertreter, die nicht immer leicht voneinander zu unterscheiden sind.

Zwei Erkennungsmerkmale machen die wilde Möhre leicht bestimmbar. Die meisten (nicht alle) Blütenstände haben eine schwarze EInzelblüte inmitten der weißen Blütendolde. Diese wirkt, durch Vortäuschung eines Insekts, anziehen auf andere Insekten, die für die Bestäubung der Pflanze wichtig sind. Insekten sind also irgendwie wie wir, denn wo würden wir uns eher reinsetzen? In das leere Café oder das Café nebenan, indem schon einige Gäste genüsslich ihren Kaffee genießen.

Auch die Hüllblätter, also die grünen Blätter unterhalb der Blüte, sind auffällig groß bzw. im Verhältnis zur Blüte ungewöhnlich lang. Mit dem rauen Stängel und den karottengrün ähnlichen Blättern, ist die wilde Möhre also gut zu bestimmen.

Erkennungsmerkmale der wilden Möhre:

- weiße Doldenblüte mit meistens einer schwarzen Einzelblüte in der Mitte

- behaarter, rauer Stängel

- zusammengezogenen Fruchtstände (vogelnestartig)

- Hüllblätter sehr lang im Verhältnis zur Blüte

- Blätter im Umriss spitz dreieckig

Nicht nur die Wurzel der wilden Möhre ist essbar, auch die Blüten und die Samen können kulinarisch genutzt werden. Blüten und Samen lassen sich leicht abzupfen, die Wurzel ist etwas schwerer zu ernten. Diese reicht sehr weit ins Erdreich hinunter und da müsste schon ein Spaten eingesetzt werden. Die wilde Möhre ist eine zweijährige Pflanze und das bedeutet, dass sie ihre Wurzel im ersten Jahr ausbildet und diese auch im ersten Jahr geerntet werden sollte. Seht ihr die Blüten der wilden Möhre, dann befindet sie sich schon in ihrem zweiten Lebensjahr. Schaut euch einfach um und ihr werdet mit Sicherheit daneben das Karottengrün im ersten Stadium finden.

Ganz wichtig zu erwähnen ist allerdings, dass wir in Deutschland nicht einfach so Wurzeln von Wildpflanzen ernten dürfen. Entweder ihr habt die wilde Möhre auf eurem eigenen Grund oder ihr müsste den Besitzer dessen um Erlaubnis bitten. Wie immer ist hier auch wichtig, dass wir nachhaltig ernten und mit unserem Sammeln nicht den Bestand der Pflanze gefährden. 

Sollten ihr also eure Hände an wilde Möhrenwurzel bekommen, dann erwartet euch ein intensiver und süßlicher Karottengeschmack. Diese könnt ihr roh essen, kurz anbraten, panieren, zu Suppe oder zu Gemüsechips verarbeiten oder auch fermentieren. Apropos Fermentieren! Die Blüten und Früchte der wilden Möhre eignen sich auch super als Beigabe zu fermentierten Karotten. Geschmacklich erinnern Blüten und Früchte an Petersiliengrün.

Die hübschen Blätter sind natürlich auch essbar und eignen sich durch ihr zartes Aussehen wunderbar für Dekoration auf dem Teller oder Suppen. Die Blätter würde ich aber eher im Frühling ernten. Im Herbst stellt uns die wilde Möhre ja schon genug andere Köstlichkeiten zur Verfügung.


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