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Bärlauch und seine giftigen Doppelgänger

Was schaut denn da schon aus dem Boden heraus?

Es ist Ende Februar, wir hatten schon ein paar warme Tage, im Moment ist es aber wieder etwas kälter. Mit 3 Schichten Kleidung, Handschuhen, Mütze und Schal gehe ich im Zwiebellook in der Nähe der Isar in München spazieren. Die Nase ist rot, die Hände frieren und trotzdem entdecke ich beim Spazieren diese kleinen grünen Blätter die schon ganz frech  aus der Erde hervorsprießen und den ganzen Boden abdecken. Ein Blättchen abgezupft und in der Hand zerrieben kann man es riechen: Knoblauch!

Beim ersten abgrupften Blatt kann man sich vielleicht noch auf den Geruch verlassen und darauf schließen, dass man Bärlauch in den Händen hält. Was ist aber wenn nach ein paar Blättern die Hände und die Umgebung von Bärlauchduft umnebelt ist. Kann man sich dann wirklich noch vom Geruch her sicher sein, dass man keinen giftigen Doppelgänger in der Hand hält?

Um die Frage zu beantworten: Nein! Man sollte sich nicht auf den Geruch beim Bärlauchpflücken verlassen. Das Gemeine ist, dass Pflanzen die dem Bärlauch ähnlich sehen genau zwischen den Bärlauchpflanzen wachsen können und zusätzlich auch noch giftig sind. Man sollte also weitere Erkennungsmerkmale des Bärlauchs kennen und den Unterschied zu den Doppelgängern.

Giftige Doppelgänger sind:

Maiglöckchen

Aronstab

Herbstzeitlose


Bärlauch

Jetzt aber erstmal zum Bärlauch. Nicht am Geruch erkennen wir den Bärlauch, sondern an folgenden Merkmalen:

Die Bärlauchblätter haben einen deutlichen Blattstiel und wachsen normalerweise einzeln aus dem Boden. Das bedeutet, dass an einem Blattstiel, der alleine aus dem Boden kommt, nur ein Blatt sitzt.
Manchmal sieht es so aus als würden mehrere Blätter aus dem Boden kommen, da die Blätter nah am Boden mit einem weißen Häutchen zusammengehalten werden und  ausserdem sehr nah beieinander wachsen.
Ist der Bärlauch sehr jung sieht man die Blätter von beiden Seiten eingerollt aus dem Boden schieben.
Einer der besten Erkennungsmerkmale ist aber die Blattunterseite. Sie ist matt und zeigt eine markante und fühlbare Mittelrippe. Einfach mal die Augen schließen und fühlen. Diese Mittelrippe sollte ausserdem hörbar knacken, wenn man das Blatt knickt oder bricht. Das ist der sogenannte KNACKTEST. Diesen kann man auch super mit Kindern durchführen und Ihnen die Unterschiede mit allen Sinnen zeigen. Hören, Fühlen und Riechen.
Die Blattadern laufen parallel und sind nicht verzweigt. Der Blattstiel ist im Durschschnitt dreieckig

Bärlauch wächst sehr dicht beieinander, deswegen sollte wirklich jedes Blatt einzeln gepflücken werden, um eine Verwechslung ausschließen zu können.

 

Bärlauch Blattoberseite

 

Bärlauch Blattunterseite

Maiglöckchen:

Maiglöckchen haben eine ähnliche Blattform wie der Bärlauch. Es befinden sich aber meist zwei Blätter an einem Blattstiel.
Sind die Blätter ganz jung kann es auch so erscheinen, als würden einzelne Blätter aus dem Boden kommen. Diese schieben sich tütenförmig aus dem Boden. Betrachtet man aber den Stiel so ist er von einem roten oder bräunlichem Häutchen umfasst.
Die Blätter glänzen auf der Unterseite und sind nicht matt wie beim Bärlauch. Allerdings zeigt sich eine Mittelrippe auf der Blattunterseite. Diese ist aber weit nicht so markant wie die des Bärlauchs und  eher gummiartig. Sie lässt sich nicht wirlich brechen. Eher umbiegen und dabei kann man kein Knacksen vernehmen. Der Stiel ist im Querschnitte rund.

Das Maiglöckchen ist eine geschütze Pflanze. Seht ihr sie also draussen wachsen, dann lasst sie bitte stehen, auch wenn die Blüten eine Pracht sind. Wollt ihr unbedingt ein Maiglöckchen im Garten haben, dann holt sie euch am besten aus dem Gartencenter.


 

Maiglöckchen Blattoberseite

2 Maiglöckchenblätter an einem Blattstiel

 

Maiglöckchen Blattunterseite


Herbstzeitlose:

Die Blätter der  Herbszeitlose wachsen aus dem Boden ohne erkennbaren Stängel, dabei kommen immer mehrere schwertförmige Blätter gemeinsam aus dem Boden. Bei der Herbstzeitlose ist auch keine Mittelrippe auf der Rückseite der Blätter erkennbar. Leider habe ich von der Herbstzeitlose kein Foto. Sobald ich eins habe liefere ich es natürlich nach.

Aronstab:

Die jungen Blätter des Aronstabs schieben sich eingerollt aus dem Boden. Sobald sich die Blätter entfaltet haben kann man den Aronstab eigentlich nicht mit dem Bärlauch verwechseln. Die Blätter haben eine pfeilartige Form mit zwei kleinen Ausläufer am unteren Ende des Blatts. Ausserdem sind die Blattadern verzweigt bzw. netzartig und nicht parallel wie beim Bärlauch. Auch der Aronstab hat keine zu erkennende Mittelrippe.

 

Aronstab

So jetzt kennt ihr euch aus und wenn ihr sehr aufmerksam Blatt für Blatt pflückt, dann steht euren leckeren Bärlauchgerichten nichts im Weg. Seid ihr euch allerdings beim Bestimmen nicht sicher, dann lasst die Pflanze einfach stehen.

Thema: Wildkräuter

Bärlauch und seine giftigen Doppelgänger

Was schaut denn da schon aus dem Boden heraus?

Es ist Ende Februar, wir hatten schon ein paar warme Tage, im Moment ist es aber wieder etwas kälter. Mit 3 Schichten Kleidung, Handschuhen, Mütze und Schal gehe ich im Zwiebellook in der Nähe der Isar in München spazieren. Die Nase ist rot, die Hände frieren und trotzdem entdecke ich beim Spazieren diese kleinen grünen Blätter die schon ganz frech  aus der Erde hervorsprießen und den ganzen Boden abdecken. Ein Blättchen abgezupft und in der Hand zerrieben kann man es riechen: Knoblauch!

Beim ersten abgrupften Blatt kann man sich vielleicht noch auf den Geruch verlassen und darauf schließen, dass man Bärlauch in den Händen hält. Was ist aber wenn nach ein paar Blättern die Hände und die Umgebung von Bärlauchduft umnebelt ist. Kann man sich dann wirklich noch vom Geruch her sicher sein, dass man keinen giftigen Doppelgänger in der Hand hält?

Um die Frage zu beantworten: Nein! Man sollte sich nicht auf den Geruch beim Bärlauchpflücken verlassen. Das Gemeine ist, dass Pflanzen die dem Bärlauch ähnlich sehen genau zwischen den Bärlauchpflanzen wachsen können und zusätzlich auch noch giftig sind. Man sollte also weitere Erkennungsmerkmale des Bärlauchs kennen und den Unterschied zu den Doppelgängern.

Giftige Doppelgänger sind:

Maiglöckchen

Aronstab

Herbstzeitlose


Bärlauch

Jetzt aber erstmal zum Bärlauch. Nicht am Geruch erkennen wir den Bärlauch, sondern an folgenden Merkmalen:

Die Bärlauchblätter haben einen deutlichen Blattstiel und wachsen normalerweise einzeln aus dem Boden. Das bedeutet, dass an einem Blattstiel, der alleine aus dem Boden kommt, nur ein Blatt sitzt.
Manchmal sieht es so aus als würden mehrere Blätter aus dem Boden kommen, da die Blätter nah am Boden mit einem weißen Häutchen zusammengehalten werden und  ausserdem sehr nah beieinander wachsen.
Ist der Bärlauch sehr jung sieht man die Blätter von beiden Seiten eingerollt aus dem Boden schieben.
Einer der besten Erkennungsmerkmale ist aber die Blattunterseite. Sie ist matt und zeigt eine markante und fühlbare Mittelrippe. Einfach mal die Augen schließen und fühlen. Diese Mittelrippe sollte ausserdem hörbar knacken, wenn man das Blatt knickt oder bricht. Das ist der sogenannte KNACKTEST. Diesen kann man auch super mit Kindern durchführen und Ihnen die Unterschiede mit allen Sinnen zeigen. Hören, Fühlen und Riechen.
Die Blattadern laufen parallel und sind nicht verzweigt. Der Blattstiel ist im Durschschnitt dreieckig

Bärlauch wächst sehr dicht beieinander, deswegen sollte wirklich jedes Blatt einzeln gepflücken werden, um eine Verwechslung ausschließen zu können.

 

Bärlauch Blattoberseite

 

Bärlauch Blattunterseite

Maiglöckchen:

Maiglöckchen haben eine ähnliche Blattform wie der Bärlauch. Es befinden sich aber meist zwei Blätter an einem Blattstiel.
Sind die Blätter ganz jung kann es auch so erscheinen, als würden einzelne Blätter aus dem Boden kommen. Diese schieben sich tütenförmig aus dem Boden. Betrachtet man aber den Stiel so ist er von einem roten oder bräunlichem Häutchen umfasst.
Die Blätter glänzen auf der Unterseite und sind nicht matt wie beim Bärlauch. Allerdings zeigt sich eine Mittelrippe auf der Blattunterseite. Diese ist aber weit nicht so markant wie die des Bärlauchs und  eher gummiartig. Sie lässt sich nicht wirlich brechen. Eher umbiegen und dabei kann man kein Knacksen vernehmen. Der Stiel ist im Querschnitte rund.

Das Maiglöckchen ist eine geschütze Pflanze. Seht ihr sie also draussen wachsen, dann lasst sie bitte stehen, auch wenn die Blüten eine Pracht sind. Wollt ihr unbedingt ein Maiglöckchen im Garten haben, dann holt sie euch am besten aus dem Gartencenter.


 

Maiglöckchen Blattoberseite

2 Maiglöckchenblätter an einem Blattstiel

 

Maiglöckchen Blattunterseite


Herbstzeitlose:

Die Blätter der  Herbszeitlose wachsen aus dem Boden ohne erkennbaren Stängel, dabei kommen immer mehrere schwertförmige Blätter gemeinsam aus dem Boden. Bei der Herbstzeitlose ist auch keine Mittelrippe auf der Rückseite der Blätter erkennbar. Leider habe ich von der Herbstzeitlose kein Foto. Sobald ich eins habe liefere ich es natürlich nach.

Aronstab:

Die jungen Blätter des Aronstabs schieben sich eingerollt aus dem Boden. Sobald sich die Blätter entfaltet haben kann man den Aronstab eigentlich nicht mit dem Bärlauch verwechseln. Die Blätter haben eine pfeilartige Form mit zwei kleinen Ausläufer am unteren Ende des Blatts. Ausserdem sind die Blattadern verzweigt bzw. netzartig und nicht parallel wie beim Bärlauch. Auch der Aronstab hat keine zu erkennende Mittelrippe.

 

Aronstab

So jetzt kennt ihr euch aus und wenn ihr sehr aufmerksam Blatt für Blatt pflückt, dann steht euren leckeren Bärlauchgerichten nichts im Weg. Seid ihr euch allerdings beim Bestimmen nicht sicher, dann lasst die Pflanze einfach stehen.

Thema: Wildkräuter

Bärlauch und seine giftigen Doppelgänger

Was schaut denn da schon aus dem Boden heraus?

Es ist Ende Februar, wir hatten schon ein paar warme Tage, im Moment ist es aber wieder etwas kälter. Mit 3 Schichten Kleidung, Handschuhen, Mütze und Schal gehe ich im Zwiebellook in der Nähe der Isar in München spazieren. Die Nase ist rot, die Hände frieren und trotzdem entdecke ich beim Spazieren diese kleinen grünen Blätter die schon ganz frech  aus der Erde hervorsprießen und den ganzen Boden abdecken. Ein Blättchen abgezupft und in der Hand zerrieben kann man es riechen: Knoblauch!

Beim ersten abgrupften Blatt kann man sich vielleicht noch auf den Geruch verlassen und darauf schließen, dass man Bärlauch in den Händen hält. Was ist aber wenn nach ein paar Blättern die Hände und die Umgebung von Bärlauchduft umnebelt ist. Kann man sich dann wirklich noch vom Geruch her sicher sein, dass man keinen giftigen Doppelgänger in der Hand hält?

Um die Frage zu beantworten: Nein! Man sollte sich nicht auf den Geruch beim Bärlauchpflücken verlassen. Das Gemeine ist, dass Pflanzen die dem Bärlauch ähnlich sehen genau zwischen den Bärlauchpflanzen wachsen können und zusätzlich auch noch giftig sind. Man sollte also weitere Erkennungsmerkmale des Bärlauchs kennen und den Unterschied zu den Doppelgängern.

Giftige Doppelgänger sind:

Maiglöckchen

Aronstab

Herbstzeitlose


Bärlauch

Jetzt aber erstmal zum Bärlauch. Nicht am Geruch erkennen wir den Bärlauch, sondern an folgenden Merkmalen:

Die Bärlauchblätter haben einen deutlichen Blattstiel und wachsen normalerweise einzeln aus dem Boden. Das bedeutet, dass an einem Blattstiel, der alleine aus dem Boden kommt, nur ein Blatt sitzt.
Manchmal sieht es so aus als würden mehrere Blätter aus dem Boden kommen, da die Blätter nah am Boden mit einem weißen Häutchen zusammengehalten werden und  ausserdem sehr nah beieinander wachsen.
Ist der Bärlauch sehr jung sieht man die Blätter von beiden Seiten eingerollt aus dem Boden schieben.
Einer der besten Erkennungsmerkmale ist aber die Blattunterseite. Sie ist matt und zeigt eine markante und fühlbare Mittelrippe. Einfach mal die Augen schließen und fühlen. Diese Mittelrippe sollte ausserdem hörbar knacken, wenn man das Blatt knickt oder bricht. Das ist der sogenannte KNACKTEST. Diesen kann man auch super mit Kindern durchführen und Ihnen die Unterschiede mit allen Sinnen zeigen. Hören, Fühlen und Riechen.
Die Blattadern laufen parallel und sind nicht verzweigt. Der Blattstiel ist im Durschschnitt dreieckig

Bärlauch wächst sehr dicht beieinander, deswegen sollte wirklich jedes Blatt einzeln gepflücken werden, um eine Verwechslung ausschließen zu können.

 

Bärlauch Blattoberseite

 

Bärlauch Blattunterseite

Maiglöckchen:

Maiglöckchen haben eine ähnliche Blattform wie der Bärlauch. Es befinden sich aber meist zwei Blätter an einem Blattstiel.
Sind die Blätter ganz jung kann es auch so erscheinen, als würden einzelne Blätter aus dem Boden kommen. Diese schieben sich tütenförmig aus dem Boden. Betrachtet man aber den Stiel so ist er von einem roten oder bräunlichem Häutchen umfasst.
Die Blätter glänzen auf der Unterseite und sind nicht matt wie beim Bärlauch. Allerdings zeigt sich eine Mittelrippe auf der Blattunterseite. Diese ist aber weit nicht so markant wie die des Bärlauchs und  eher gummiartig. Sie lässt sich nicht wirlich brechen. Eher umbiegen und dabei kann man kein Knacksen vernehmen. Der Stiel ist im Querschnitte rund.

Das Maiglöckchen ist eine geschütze Pflanze. Seht ihr sie also draussen wachsen, dann lasst sie bitte stehen, auch wenn die Blüten eine Pracht sind. Wollt ihr unbedingt ein Maiglöckchen im Garten haben, dann holt sie euch am besten aus dem Gartencenter.


 

Maiglöckchen Blattoberseite

2 Maiglöckchenblätter an einem Blattstiel

 

Maiglöckchen Blattunterseite


Herbstzeitlose:

Die Blätter der  Herbszeitlose wachsen aus dem Boden ohne erkennbaren Stängel, dabei kommen immer mehrere schwertförmige Blätter gemeinsam aus dem Boden. Bei der Herbstzeitlose ist auch keine Mittelrippe auf der Rückseite der Blätter erkennbar. Leider habe ich von der Herbstzeitlose kein Foto. Sobald ich eins habe liefere ich es natürlich nach.

Aronstab:

Die jungen Blätter des Aronstabs schieben sich eingerollt aus dem Boden. Sobald sich die Blätter entfaltet haben kann man den Aronstab eigentlich nicht mit dem Bärlauch verwechseln. Die Blätter haben eine pfeilartige Form mit zwei kleinen Ausläufer am unteren Ende des Blatts. Ausserdem sind die Blattadern verzweigt bzw. netzartig und nicht parallel wie beim Bärlauch. Auch der Aronstab hat keine zu erkennende Mittelrippe.

 

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